Diät, Jack LaLanne
Jack LaLanne, eigentlich François Henri LaLanne (* 26. September 1914 in San Francisco) gilt als Begründer der US-Fitness-Bewegung.
Bekannt durch Bücher, Lehrgänge und Fernsehspots, wurde sein Name zum Synonym für den starken, gesunden Körper.
LaLanne wurde 1914 in San Francisco als Sohn französischer Immigranten geboren. Als Kind ständig kränkelnd, änderten eine vegetarisch-zuckerfreie Diät und ein Aufbautrainining sein Leben völlig. Jahre bevor sie in Mode kamen, gründete LaLanne 1936 das erste Fitness-Studio in den USA, aus welchem ein Imperium mit mehr als 80 Niederlassungen entstand.
In Deutschland wurde er vor allem durch den nach ihm benannten “Jack LaLanne Power Juicer”, der in einer Dauerwerbesendung von ihm präsentiert wurde, berühmt.
2006 erhielt Jack LaLanne den Merryweather Steerforth Award.
Diät, Anabole Diät
Die Anabole Diät ist eine Diät für Bodybuilder, die das Ziel der maximalen Gewichtszunahme bei gleichbleibendem bzw. sinkenden Körperfettanteil hat. Ziel ist ein Muskelzuwachs ohne steigenden Körperfettanteil. Erreicht werden soll das durch entsprechendes Krafttraining.
Bei der Anabolen Diät wird strikt zwischen zwei Phasen unterschieden, welche konsequent abgewechselt werden: 5 bis 6 Tage kohlenhydratarme Ernährung und 1 bis 2 Tage Aufladephase mit Kohlenhydraten.
In der ersten Phase eliminiert man für 5-6 Tage Kohlenhydrate weitgehend aus der Ernährung (siehe Low Carb). Nach 6 Tagen folgt dann ein so genannter Aufladetag, an dem Kohlenhydrate verzehrt werden. Diese Folge wird ständig wiederholt.
Diät, Thaumatin
Thaumatin (E 957) ist ein in der Natur vorkommender Süßstoff. Er ist 2000- bis 3000-mal so süß wie Zucker. Thaumatin hat einen Lakritze-artigen Nachgeschmack und wird auch als Geschmacksverstärker eingesetzt. Thaumatin wurde in den 1970er Jahren identifiziert und ist seit Anfang 1996 durch die EG-Süßungsmittelrichtlinie zugelassen.
Thaumatin ist ein Gemisch aus drei Proteinen, die in den Samenkapseln der westafrikanischen Katemfe-Pflanze (Thaumatococcus daniellii), Einheimische nennen Sie auch “Ndebion”, enthalten sind und daraus isoliert werden. Die Ausbeute ist allerdings sehr gering, aus 1 kg lassen sich nur 6 g Thaumatin isolieren.
Verwendet wird er in Süßwaren (oft in solchen auf Kakao- oder Trockenfruchtbasis), Diät- und Nahrungsergänzungsmitteln und Kaugummi.
Thaumatin wird als gesundheitlich unbedenklich eingestuft und besitzt keinen ADI-Wert. Es wird von den Einheimischen in Afrika seit langem verwendet.
Diät, Glukoseabhängiges insulinotropes Peptid
Das Glukoseabhängige insulinotrope Peptid (GIP), früher mit dem gleichen Akronym als Gastroinhibitorisches Peptid oder Gastrointestinales inhibitorisches Peptid bezeichnet, ist ein in den K-Zellen des Zwölffingerdarms (Duodenum) gebildetes Peptid-Hormon.
Früher wurden die Neutralisierung der Magensäure (vgl. pH-Wert) und die Verlangsamung der Magenentleerung als Hauptwirkung angesehen. Diese Effekte werden aber erst bei unphysiologisch hohen GIP-Konzentrationen beobachtet, üblicherweise werden sie jedoch durch ein anderes Hormon, nämlich Sekretin gesteuert.
Heute ist als Hauptwirkung eine Stimulation der Insulinausschüttung in den B-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) nach Nahrungsaufnahme nachgewiesen. Eine Hemmung der GIP-Wirkung vermindert die Entwicklung von Fettsucht und Insulinresistenz bei einer fettreichen Diät. Es wird vermutet, das GIP bei nachlassender Insulinwirkung eine entscheidende Rolle für den Wechsel von Fettoxidation zu Fettspeicherung spielt. So könnte es für die Sekundärprävention der Insulinresistenz eine wichtige Rolle spielen.
Diät, Vollkost
Vollkost ist ein Begriff aus der Diätetik und bezeichnet eine Ernährung, die ohne Einschränkung alle Nahrungsbestandteile, also Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis enthalten und den Bedarf an Kalorien vollständig deckt. Es handelt sich also um die übliche Ernährung im Gegensatz zu einer Diät. Bei der leichten Vollkost wird - vor allem in Krankenhäusern und Kureinrichtungen - auf Lebensmittel verzichtet, die potenziell Beschwerden auslösen könnten wie Blähungen oder Allergien.
Diät, Johanna Budwig
Johanna Budwig (* 1908; † 2003) war eine Diplom-Chemikerin mit Promotion in den Fächern Chemie und Physik, die durch ihre Öl-Eiweiß-Kost bekannt wurde.
Sie war der Meinung, dass Krebs durch eine Öl-Eiweiß-Kost heilbar wäre. Die sogenannte Budwig-Diät basiert einerseits auf der Empfehlung, bestimmte Nahrungsmittel zu essen, andererseits auf dem Verbot bestimmter Nahrungsmittel. Sie war ursprünglich als Diät für Hepatitispatienten gedacht.
Diese spezielle Form einer Krebsdiät ist in der bisherigen wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt und umstrittenen. Aktuelle Forschungen des Tumorwissenschaftlers Johannes Coy zeigen aber, dass unter bestimmten Voraussetzungen (in den Krebszellen muss das Enzym TKTL-1 nachweisbar sein) eine glukose- und kohlenhydratarme sowie Öl- und proteinreiche Ernährung eine Krebstherapie unterstützen kann.
Die Theorien von Budwig spielten in der modernen evidenzbasierten Medizin bisher keine Rolle, werden aber mitunter in alternativmedizinischen Kreisen weiter verbreitet oder angewandt, und in aktuellen Forschungen von Johannes F. Coy wieder aufgegriffen.
Besonders empfohlen wird der Verzehr von Leinsamen, kaltgepresstem Leinöl, Quark und Hüttenkäse. Leinsamen enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Linolensäure. Budwigs Meinung nach müsse Leinsamenöl Bestandteil der Nahrung sein, da es essentiell sei und der Mensch es nicht selbst produzieren könne. Quark und Hüttenkäse seien deshalb wichtig, weil sie viele Schwefel enthaltende Aminosäuren enthielten, die Fettsäuren besser löslich und resorbierbar machten. Daneben können Gemüse, Sauerkrautsaft, Obst oder Nüsse (jedoch keine Erdnüsse) verzehrt werden.
Die Budwig-Diät verzichtet auf Fleisch, Fisch, Butter, konservierte Nahrungsmittel, Margarine, Nudeln, Tiefkühlkost und Zucker.
Budwigs Öl-Eiweiß-Kost beruft sich auf eine rund 80 Jahre alte Hypothese des Medizin-Nobelpreisträgers Otto Heinrich Warburg zur Entstehung von Dickdarmkrebs, die so genannte Warburg-Hypothese, die früher weder widerlegt noch bewiesen, und erst im Jahr 2006 bei einem Laborversuch für Mäuse bestätigt werden konnte.
Budwig schlussfolgerte, dass der anaerobe Stoffwechsel der Tumorzellen mit Hilfe einer gezielten Ernährung zurück zum aeroben Stoffwechsel geführt werden könne. Laut Budwig hat das Gemisch von schwefelhaltigen Proteinen, wie sie in Quark oder Hüttenkäse enthalten sind, zusammen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie man sie in Leinsamen findet, Auswirkungen auf die Zellatmung des Tumorgewebes. Einen Nachweis für die beschriebenen Wirkungen auf den Stoffwechsel von Krebszellen konnte Budwig jedoch nicht erbringen.
Onkologen und Ernährungswissenschaftler sind der Meinung, dass eine Diät alleine nicht in der Lage ist, eine Krebserkrankung zu heilen. Berichte über Heilerfolge werden als Anekdoten angesehen, da es keine wissenschaftlichen Studien zu diesen Berichten und einer möglichen Wirksamkeit dieser Diät bei Krebs gibt. Als Diät, die eine effektive Therapie begleitet, kann sie jedoch bei Nachweisbarkeit des Enzyms Enzyms TKTL-1 akzeptiert werden, da nicht zu erwarten ist, dass von dieser Diät alleine eine Mangel- oder Fehlernährung ausgeht. Die Diät ist in ihrer Zusammensetzung jedoch sehr einseitig.ARD-Beitrag zu Krebsdiäten (2006)
Johanna Budwig ging von einem generell krebshemmenden Effekt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren ausBudwig, J., Krebs. Das Problem und die Lösung. Die Dokumentation, 6. Aufl., Kernen 1999, ignorierte jedoch den in der Zwischenzeit nachgewiesenen Unterschied zwischen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. Dabei weisen zahlreiche Studien auf krebsfördernde Wirkungen einer übermäßigen Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren hin, wogegen für Omega-3-Fettsäuren krebshemmende Wirkungen belegt sind.z.B. Berquin IM et al., Modulation of prostate cancer genetic risk by omega-3 and omega-6 fatty acids, J Clin Invest. 2007 Jul 2;117(7):1866-1875. PMID 17607361 oder Rose DP, Connolly JM, Effects of dietary omega-3 fatty acids on human breast cancer growth and metastases in nude mice, J Natl Cancer Inst. 1993 Nov 3;85(21):1743-7, PMID 8411258 Somit ist Budwigs Hypothese, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren prinzipiell die Zellatmung in Krebszellen reaktivieren und diese damit zum Absterben bringen, nicht haltbar. Vor diesem Hintergrund dürften die wissenschaftlich nicht abgesicherten Überlieferungen Budwigs in Bezug auf die Heilerfolge bei Krebs auf den vergleichsweise hohen Omega-3 und niedrigen Omega-6-Gehalt des von ihr angewendeten Leinöls zurückzuführen sein.
Diät, Astrid M. Fünderich
Astrid M. Fünderich (* 27. September 1963 in Düsseldorf) ist eine deutsche Schauspielerin.
Fünderich spielte Theater in Aachen und zog mit dem Tournee-Theater durch Deutschland, managte sich selbst und kam durch zahlreiche Castings zu ihrer ersten großen Rolle als Gerichtsmedizinerin im Fahnder. Seitdem war sie in zahlreichen großen Fernsehproduktionen zu sehen.
Diät, Trimethylaminurie
Trimethylaminurie ist eine Stoffwechselkrankheit.
An Trimethylaminurie bzw. auch dem sogenannten “Fischgeruch”-Syndrom erkrankte Patienten riechen nach nicht mehr ganz frischem Fisch. Sie sondern über Körperflüssigkeiten wie Schweiß oder Urin abnormale Mengen Trimethylamin aus.
Trimethylamin (TMA) wird normalerweise in der Leber durch Enzyme der Familie der Flavin-Monooxygenasen (FMO) oxidiert und somit zum geruchslosen Trimethylamin-N-Oxid (TMAO). Die häufigste Form dieses Leber-Enzyms liegt im FMO3-Gen in der Chromosomenregion 1q23-q25 kodiert vor und ist hoch polymorph. Man geht schließlich davon aus, dass Mutationen in diesem Gen zu einem Enzymdefizit in der Leber führen und somit diese Stoffwechselkrankheit auslöst.
Mit Hilfe der Protonen-NMR-Spektroskopie kann die Konzentration von TMAO und TMA im Urin bestimmt werden. Diagnostische Bedeutung hat auch das Verhältnis TMAO/(TMAO+TMA). Die Prävalenz wird auf etwa 1% geschätzt. Dieser Wert ist aber unsicher, da der Defekt wenig bekannt ist. Er wird häufiger bei Frauen diagnostiziert, da sie sich durch die Symptome stärker eingeschränkt fühlen als Männer.
Die Behandlung besteht in einer Diät mit dem Ziel, Vorstufen des Trimethylamins (z.B. Cholin und Carnitin) aus der Nahrung auszuschließen, und in einer kurzzeitigen Medikation von Neomycin und Metronidazol (400 mg pro Tag). Medikamente, die den Stoffwechsel der Leber beeinflussen, sollen vermieden werden.
Diät, Regime (Begriffsklärung)
Das Regime ([], Pl. Regime oder Regimes [], von franz. régime m. die „Herrschaft“) bezeichnet
- abwertend eine von einem politischen System geprägte Herrschaftsform, siehe Regime
- in der Ernährungswissenschaft eine Diät
- in den Wirtschaftswissenschaften ein Wechselkurssystem, siehe Wechselkursregime
- in der Hydrologie das typische Verhalten eines Gewässers an einem Pegel, siehe Abflussregime
Siehe auch: Regiment, Ancien Régime
Diät, Deutsche Zöliakiegesellschaft
Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) wurde 1974 als Selbshilfeorganisation gegründet und hat heute über 25.000 Mitglieder.
Ziel ist die Hilfe für Zöliakie/Sprue- und Dermatitis herpetiformis Duhring-Betroffene.
Grundlage zur Verbesserung des Krankheitsbildes ist die konsequente Vermeidung des Klebereiweißes Gluten, der in den Getreiden Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste und Hafer enthalten ist.
Die Unterstützung umfasst u.a.:
- die Erstellung umfangreicher Schriften zur gezielten diätetischen Ernährung (z.B. Lebensmittellisten)
- Organisation von lokalen Hilfsgruppen für Betroffene
- Berichte von Mitgliedern über die Ernährung und Lebensmittelversorgung bei verschiedensten Urlaubszielen
- medizinische Beratung und Hintergrundinformation in der Mitgliederzeitschrift “DZG aktuell”.
Jährlich werden mehrere Projekte zur medizinischen Untersuchung der Krankheiten finanziell unterstützt.
